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Wie das Open Device Lab auf der beyond tellerrand entstand

A conference Open Device Lab
The ODL at beyond tellerrand 2012

Ein Open Device Lab (ODL) ist eine Ansammlung einer Vielzahl internetverbundener Geräte zum testen von Apps und Webprojekten durch Designer und Entwickler.

Eine Konferenz hingegen ist eine Ansammlung einer Vielzahl internetverbundener Designer und Entwickler zur Diskussion und gegenseitigen Inspiration in Sachen Webprojekte und Apps.

Was läge also näher, als ein Open Device Lab auf einer Konferenz einzurichten?

ODLs sind für viele oft die einzige Möglichkeit, an die notwendige Bandbreite an echten Devices heranzukommen. Und auf Konferenzen wie der beyond tellerrand kommen schnell einige hundert potentielle ODL-Benutzer zusammen. Definiere “Synergie”? There you go!

Gesagt, getan, geboren war das meines Wissens nach erste dedizierte Open Device Lab auf einer Webkonferenz in der Geschichte. Zu Spitzenzeiten waren über 50 Geräte im ODL vertreten. Zahlreiche Projekte wurden direkt an den Geräten oder per Edge Inspect getestet. Probleme auf Webseiten gefunden. Displays vermessen. Erfahrungswerte ausgetauscht. Gefachsimpelt. Oder einfach nur gestaunt, das es eben doch deutlich mehr als das eigene Smartphone braucht um zeitgemäß und seriös zu testen.

Aber wie kam das ODL zustande?

Die Unterstützung der Konferenz sowie motivierte Freiwillige für ein derart spannendes Projekt fanden sich schnell, ein paar Devices als Startpaket kommen dabei auch flink zusammen. Allerdings, ganz so einfach wie es klingt ist es dann eben doch nicht. Denn der Gedanke eines ODL ist schließlich nicht nur die schnöde Ausstellung einiger Tablets, sondern der Beitrag eines jeden Nutzers zum ODL – z.B. durch die Spende von Devices! Das wollten wir auch auf der #btconf transportieren.

Selbstredend ging es uns auch um das Zustandekommen eines möglichst rekordverdächtig großen Lab. Wir haben den Konferenzteilnehmern also angeboten, Ihre Geräte “temporär” dem ODL zu leihen. Oder eben gerne auch dauerhaft abzutreten, falls es persönlich nicht mehr gebraucht wird – die heldenhafte Donation des guten @derPepo kommt nun dem aufstrebenden Düsseldorfer ODL zugute, das Konferenzveranstalter Marc jüngst in beyond tellerran-ddorf™ gegründet hat.

Die Idee der Open Device Labs ist bei gut 400 Webworkern angekommen. Das ODL Frankfurt/Main war anwesend und nicht nur ein Mal war zu hören “coole Idee, das machen wir auch”. Mission accomplished für LabUp! an diesen zwei Tagen! Ich bin gespannt, was künftig noch alles an Effekten aus dem ODL auf der beyond tellerrand resultiert.

Wie schon angedeutet gab es beim Aufbau des Labs eine Reihe kniffliger Herausforderungen. Da ich mir vorstellen kann, und es unbedingt unterstützen möchte, das andere ebenfalls Konferenz-ODLs auf die Beine stellen, habe ich in diesem Artikel unsere Erfahrungswerte zusammengefasst. Sozusagen das Kochrezept für ein Konferenz-ODL. Für die Nachwelt und so. ;)=

Checkliste für ein Conference ODL

1. Fläche und Mobiliar
2. Energieversorgung
3. WiFi
4. Gerätschaften – das Device-Startpaket
5. Vertrauenswürdiger Check-In/-Out-Prozeß, Sicherheit
6. Kommunikation, Fall-des-Falles
7. Menschen

1. Fläche und Mobiliar

Platziert das ODL in einer eher abgelegenen Ecke – oder sogar in einem (abschließbaren) separaten Raum. Wackelfreie Tische und eine möglichst breite und tiefe ebene Fläche. Denn niemand soll im vorbeigehen versehentlich ein Gerät runterreissen können. Außerdem wollen ggf. mehr als zwei Leute gleichzeitig im Lab arbeiten, bzw. rechnet auch mit Zuschauern! Je nach Location und Publikum der Konferenz kann zudem ein gewisser Abstand zu den Devices von Nöten sein – so dass es für die Betreuer des ODL unmittelbar erkennbar wird wenn jemand sich ausstreckt und nach einem Gerät greift.

In Düsseldorf hatten wir eine ca. 4,5m breite und 2m tiefe Tischfläche, die Geräte waren im hinteren Drittel platziert, der Tisch mit schwarzem Molton ausgekleidet. Darauf Hinweistafeln mit der Bitte, nicht selbsttätig Devices aus den Ständern zu nehmen sondern zunächst die Betreuer anzusprechen. Zusätzlich ein Stehtisch für einen Laptop (mit Edge Inspect) sowie separate Stehtische für die Betreuer des ODL sowie individuelle Kleinmeetings am ODL.

Running a Conference ODL
The Open Device Lab at beyond tellerrand

Für mobile Geräte empfiehlt sich die Beschaffung geeigneter Ständer. Es gibt unterdessen eine Reihe lustiger Ideen für Devicestands, die nicht immer kompliziert oder teuer sein müssen. Wir haben uns entschieden, 35 Euro im lokalen Baumarkt auszugeben und ganz schlichte L- bzw. U-förmige Holz”rinnen” zusammenzuspaxen. Um genau zu sein 9x 1m davon. War völlig ausreichend!

Das alles bot insgesamt genug Platz für maximal ca. 80 Geräte und zudem ein sehr komfortables und sicheres Arbeitsklima.

2. Energieversorgung

Aus den Augen der Konferenzteilnehmer ist das ODL auch eine Ladestation für Devices. Temporäre Leihgaben kommen so viel schneller zustande als man denkt! ;)= Klar ist: Ihr braucht eine Stromversorgung für einen Haufen Geräte.

Wir hatten zum einen die Ladegeräte der von uns gestellten Devices, sowie zwei 16-Port USB Charger der supernetten Firma Cambrionix am Start – die uns diese Geräte freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Falls Ihr ein Konferenz-ODL plant, sprecht Cambrionix einfach diesbezüglich, z.B. per Twitter, an.

Klar ist auch, Ihr benötigt Verlängerungskabel und Steckdosenleisten. Wir hatten zehn Fünffachsteckerleisten vor Ort und das war gerade so ausreichend.

Cambrionix 16-Port Charger currently powering physical CSS Unit measurements
One of the two awesome Cambrionix 16-Port chargers in action, currently powering physical CSS Unit measurements

3. WiFi

Knackpunkt des Unterfangens. Ich brauche wohl nicht weiter erläutern das man sich nie, in keiner Situation, auf ein Konferenz-WiFi verlassen sollte. In der absoluten Minderheit der Fälle werdet Ihr ein wirklich professionelles WiFi inklusive kompetenter (und handlungsfähiger) Betreuung vor Ort vorfinden, die Euch das notwendige geschlossene Subnetz basteln können. Wieso eigenes Subnetz? Naja, weil es z.B. zum synced browsing oder für remote debugging per Weinre einfach sinnvoll bzw. teils vonnöten ist, alle Devices in einem Subnetz zu haben. Wieviele Devices passen in ein Subnetz? 254. Welches WiFi hält 254 synchron funkende Geräte aus? Keins (kein bezahlbares). Ergo: eigenes WiFi mitbringen und unbedingt rechtzeitig vor der Veranstaltung den notwendigen kabelgebundenen Internet-Uplink abklären!

Wir hatten ein recht wild zusammengewürfeltes Konglomerat aus SoHo-Routern am Start: einen D-Link DIR-635, einen Linksys WRT54GL mit dd-wrt sowie eine Apple Airport Extreme. Die Extreme war für das kabelgeführte Switching auf die beiden anderen Router verantwortlich, wir haben also kein Bridging betrieben sondern tatsächlich drei SSIDs aufgemacht. DHCP und NAT kamen in unserem Setup von der übergeordneten Infrastruktur des Veranstaltungsorts, der einen exzellenten IT-Support geboten hat – was wiederum klar die Ausnahme ist. Und selbst hier bedurfte es noch zweier langer Telefonate (!), um im Vorfeld mißverständnisfrei zu regeln was zu regeln war und am Tag des Aufbaus nicht doof da zu stehen.

Die Accesspoints haben wir gleichmäßig unter den Tischen mit den Geräten verteilt, für entsprechende Kanalteilung gesorgt (ausgerichtet an den eventuell überlagernden lokal vorhandenen WiFis -> Scanner benutzen!), die vorhandenen Geräte auf die drei Access Points aufgeteilt, und die Sendeleistung auf das absolute Minimum reduziert. So das gar nicht erst jemand auf den Gedanken kam, das wie auf vielen Konferenzen heillos überlastete Konferenzwifi zu verlassen um das performante WiFi vom ODL zu nutzen (das Passwort für das ODL-WiFi bleibt durch die temporären Leihgaben ja nicht unbedingt geheim).

Nochmal der Hinweis: unterschätzt den Punkt WiFi nicht und habt einen Backup-Plan! Es gibt sicher nichts blöderes als 100 oder mehr Devices zusammen zu tragen, dann aber leider keine Internetverbindung zu haben die ausreichend wäre, um auch alle Geräte gleichzeitig zu betreiben. In unserem Fall sah der Backup-Plan ziemlich mau aus: wir hätten nur diverse Mifis gehabt. Dabei hätte ein 50m Ethernetkabel in die Location nebenan im Fall des Falles die Show retten können! Rechtzeitiges planen hilft auch hier, denn den Umstand mit dem Backup 50m weiter haben wir dann auch erst vor Ort beim Aufbau realisiert…

Tamagotchi Galore
My “donation”, worth about 3.500 Euro, about to be sent into the forest. I brought another five devices in my handluggage and a total of 11 chargers to the ODL, but at nighttime in the hotel I had an empty phone and no charger at hand… ;o)=

4. Gerätschaften – das Device-Startpaket

Ein Open Device Lab ohne Devices ist maximal ein Open Lab – also bringt Devices mit! Akquiriert auch Geräte von nicht direkt an der Organisation des ODL Beteiligten, so dass einfach eine gewisse kritische Masse erreicht ist. Bevor sich der erste Konferenzteilnehmer vor einem weitgehend leeren Tisch überlegen muß, ob er dort sein iPad hinterlegt – oder eher nicht. Liegen schon Geräte aus zeigt das einfach, das Ihr es ernst meint. Vor allem wenn es Eure eigenen Devices sind! ;)=

Da die meisten Menschen keine Spielekonsolen oder Smart-TVs mit sich rumschleppen: überlegt ob Ihr solche Geräte besorgen könnt und wer diese mitbringt, am besten deutlich vor der Veranstaltung.

Das Gleiche gilt für einen zentralen Rechner zum Ansteuern des Labs, z.B. auch für remote Debugging oder auch den ein oder anderen Vergleich zwischen Simulator- und dem echten Device sinnvoll. Am besten angeschlossen an einen Projektor oder, wie in unserem Fall, Monster-LCD (sehr langes Kabel nicht vergessen, Danke Erik!)

Ein weiterer Rechner und ggf. auch Drucker kann zu Verwaltungszwecken sinnvoll sein – siehe hierzu auch den Punkt “Sicherheit”.

Denkt auch daran entweder Testkonfigs auf den Geräten zu haben – d.h. Euch sind die auf dem Gerät enthaltenen Daten und Konfigurationen schnuppe – oder zumindest persönliche Accounts wie den zum App Store etc. runterzuschmeißen (bzw., naja Ihr wisst schon). Natürlich kann man einräumen das, immer noch z.B. für das synced browsing sinnvoll, Geräte auch im “don’t touch”-Modus im ODL stehen können – siehe hierzu den Punkt unter “Sicherheit”.

Tag your gear
Tag your gear – it is easier to identify who brought what

Gerade bei den von Euch eingebrachten Steckernetzteilen und (USB-) Ladekabeln empfiehlt sich das Absprechen einer geeigneten Markierung. Dafür können z.B. bunte Klebepunkte aus Papier, oder einfach ein bunter Punkt mit einem Lackfilzstift, dienen. So könnt Ihr im Team nach der Konferenz wieder auseinanderdröseln, wer jetzt genau welches Kabel/Ladegerät mitgebracht hatte. Wir haben zusätzlich noch Fotos des “Haufens” an Equipment gemacht und vorher im Team rumgeschickt – so kann nachvollzogen werden was in welche Kiste kommt, auch wenn derjenige vielleicht nicht persönlich am Abbau teilnimmt (!).

In jedem Fall denkt bitte daran, Eure Geräte *irgendwie* zu markieren – was ebenfalls im nachfolgenden Punkt näher beleuchtet wird.

5. Vertrauenswürdiger Check-In/-Out-Prozeß, Sicherheit

Wenn Ihr Euch einfach hemdsärmelig hinstellt und ein Schild “gib mir Dein Telefon” aufstellt – wird das nix. Wechselt am besten die Perspektive und stellt Euch einfach vor, Ihr würdet noch nie etwas von “ODL” gehört haben und auf der Konferenz an diesem ulkigen Stand vorbeikommen. Was würdet Ihr also erwarten, um zuversichtlich zu sein das Ihr Euer heißgeliebtes Gerät auch getrost ein paar Stunden, oder sogar über Nacht, der Allgemeinheit überlassen könnt?

• (mindestens einen, besser) zwei permanent anwesende Betreuer
• konkreter: Betreuer, die auch den soliden Eindruck vermitteln auf 25, 30, 40.000 Euro aufpassen zu können (denn das kommt schnell an Neuwert zusammen)
• einen durchdachten Check-In/Check-Out-Prozeß und einen Betreuer, der Euch diesen erklärt
• klare Regeln, z.B. was passiert bei Schaden/Verlust
• die ordentliche Registrierung und Markierung der überlassenen Geräte, so das eine Verwechslung bei Herausgabe ausgeschlossen ist
• die Möglichkeit anzugeben, in welchem Nutzungsumfang das Gerät von Besuchern angefasst/genutzt werden darf, also z.B. ob nur ferngesteuert werden oder auch installiert oder zurückgesetzt werden darf (sowie eine entsprechende Markierung der Geräte selbst!)
• eine Quittung über die überlassenen Geräte
• (optional:) eine Belohnung!

Button "Device Donator"
We handed out these sweet “Device Donator” buttons to people that helped the ODL at beyond tellerrand forward. Thanks to Jacci Schepers for the design! (I still have buttons on stock. If you plan to run a conference-ODL I am happy to send you some)

Wir haben diesen Prozeß abgebildet, indem wir das Verfahren im Vorfeld kommuniziert haben (siehe nächster Punkt). Jeder Teilnehmer vor Ort hat das Prozedere bei Interesse bzw. zum Check-In erläutert bekommen – hierzu ist es anzuraten, das sich die Betreuer bzw. Organisatoren das Verfahren *vor* Veranstaltungsbeginn zur Probe gegenseitig erläutern – so stellt man auf einfachem Weg fest, dass es hier oder da evtl. noch Unklarheiten oder gar mangelhaft geregeltes gibt.

Auf der beyond tellerrand haben Gerätespender beim Check-In Ihr Gerät sowie Ihre persönlichen Daten (voller Name, E-Mail, Telefonnummer, Twitterhandle o.ä. für schnelle Erreichbarkeit) abgegeben. Diese Daten haben wir in einer Liste erfasst und jedem “gespendeten” Gerät eine Nummer zugeordnet. Zu dieser Nummer gab es einen (bzw. bei Zubehör wie Ladeteil etc. mehrere) Aufkleber, die wir mit einem Thermodrucker vor Ort ausgedruckt haben. Auf dem Aufkleber stand der “Spender” und die Nummer sowie der mögliche Nutzungsumfang (also z.B. ob privat oder public – private Geräte hatten einfach eine eigene “Ecke” so dass die Betreuer diese nicht so einfach ausgehändigt hätten). Eine Kopie des/der Aufklebers hat zudem der Spender auf sein Konferenzbadge geklebt bekommen.

Beim Check-Out war der Aufkleber auf dem Konferenzbadge vorzuzeigen und wurde mit den in der Liste erfassten bzw. auf den Geräten befindlichen Aufklebern verglichen. Der Spender hat den einwandfreien Zustand überprüft und den Rückerhalt in der Liste quittiert. Den Aufkleber durfte man dann entweder voller Stolz auf dem Gerät belassen oder konnte diesen rückstandsfrei (!) wieder entfernen.

Donator sticker on device
The sticker tagged the donation itself. It served as an ID and clearly told the personnel to which extent the device could actually be exposed to public testing.

Natürlich kann man das noch weiter treiben, eine Idee die wir allerdings verworfen haben, war, den Spender mitsamt seinem Device per Webcam zu erfassen um nochmal mehr Sicherheit in den Check-Out zu bringen. Je nach Beschaffenheit der Konferenzbadges (Teilnehmernummer, Barcode, RFID etc.) ergeben sich ggf. noch weitere Möglichkeiten dies zu regeln – now you know! ;)=

Als “Dankeschön” haben wir jedem Spender übrigens einen kleinen Button zum anpieksen an das Lanyard geschenkt, den wir extra für die Aktion haben machen lassen (kostet nicht wirklich die Welt). Ich habe noch welche übrig, wenn Ihr ein paar für Euer Konferenz-ODL haben wollt kontaktiert mich einfach.

Denkt daran, das die Betreuer auch mal “weg müssen” oder triviale Dinge wie Nahrungsversorgung etc. bedacht sind. Stellt sicher das es ausreichend *anwesende* Ersatzleute gibt (die sich auch mit dem Vorhaben und den Abläufen auskennen und nicht nur “aufpassen” können!). Plant dabei auch Krankheit und unvorhergesehene Ereignisse ein.

Sollte Euer Konferenz-ODL für mehr als einen Tag etabliert werden, organisiert eine sichere Aufbewahrung aller Gerätschaften über Nacht. Und plant rechtzeitig das es Menschen braucht, die das ODL für die Übernachtung, aber auch final nach Konferenzende, wieder abbauen (wenn alle eigentlich total müde sind und nur noch nach Hause wollen).

6. Kommunikation, Fall-des-Falles

Stellt sicher das Ihr Euer Vorhaben vor der Veranstaltung bekanntgebt und – eher zu ausführlich als zu knapp – erklärt, warum, wie und weshalb das alles vonstatten gehen soll. Ihr solltet hierbei auch unbedingt eine Kontaktadresse für eventuelle Rückfragen angeben. So ist sichergestellt, das jemand vom ODL bei Zweifeln, Vorschlägen oder auch größeren Unterstützungsangeboten direkt erreichbar ist.

Kommuniziert zudem klar wer das ODL veranstaltet. Nur so wird Außenstehenden klar, wer sich verantwortlich für das Ganze fühlt.

Wichtig ist auch, das Ihr untereinander klar regelt, was passiert wenn etwas kaputt oder gar verloren geht. Wer tritt, in welchem (Maximal)Umfang, für eventuell entstehenden Schaden ein?

Wir haben hierfür den Konferenzveranstalter gewinnen können, der sich gesagt hat: den Benefit, den das ODL für meine Veranstaltung und die Besucher bietet, kontere ich mit dessen Absicherung. Wenn es gut läuft kostet mich das ODL nichts, wenn es schlimm läuft vielleicht ‘nen Tausender. Auf unkompliziertem, direkten Weg, ohne Gezappel. Das ist natürlich ideal und wird nicht immer der Fall sein. Chapeau, Marc!

Die Baseline: Besprecht das einfach *vor* dem Fall-des-Falles, nicht erst bei Eintreten dessen. Dazu gehört auch, im Zweifelsfall transparent klarzustellen das die Teilnahme bzw. Donations an das Lab auf individuelle eigene Gefahr geschieht.

7. Menschen

Ganz besonders wichtig bei der Umsetzung eines solchen Projekts sind aber die beteiligten Menschen. Dieses Projekt wäre nicht möglich gewesen ohne Daniel Connerth, der nicht nur die Deviceständer gebaut und die Buttons mitgestaltet, sondern das Lab mit aufgebaut und zwei volle Tage “bemannt” hat. Timm Jansen war ebenso intensiv an der Planung, dem sonntäglichen Aufbau und zweitägigem Upkeep vor allem des WiFi und der Technik des Labs beteiligt, und hat genauso wie Erik Sixt wertvolles privates Material, wie Router und Kabel, aber vor allem viel Zeit und Überzeugung beigesteuert.

Sven Wolfermann hat ähnlich wie meine Wenigkeit in kühnstem Vertrauen den Großteil seiner Devicesammlung und Ladekabel per Kurier in einen Wald nahe Krefeld geschickt, wo diese von Konferenzveranstalter Marc Thiele verwahrt und gemeinsam mit dessen Testmac, Labeldrucker und weiteren Devices zum Veranstaltungsort geschafft wurden. Marc war es auch, der dem ODL Fläche auf der Konferenz und sämtlichen restlichen Kleinkram gegeben hat. Und er ist der Typ, mit dem ich mir vor jeder seiner Veranstaltungen gemeinsam die Fingernägel abkaue, um mit vorhandenen und nicht vorhandenen Sponsorengeldern den idealen Benefit und Takeaway für die Community zu erzielen.

Ohne zu viel Eigenlob finde ich: das ist uns mit dem ODL auf der @btconf eigentlich ganz gut geglückt. Danke Jungs – Ihr seid die Besten! Und, gerne wieder!

Jay (@klick_ass) and Sven (@maddesigns) at the @btconf-ODL
Sven (to the right) and Jay at the beyond tellerrand Open Device Lab

Mein Fazit

Das ODL auf der beyond tellerand war zwar ein Haufen Arbeit, aber es hat vor allem auch eine Menge Spaß gemacht. Die Idee des Open Device Labs und die Notwendigkeit des Testings auf echten Devices ist in die Breite getragen worden, es wurde tatsächlich auch der ein oder andere Bug gefunden, und damit letzten Endes die User Experience nach vorne gebracht. Und darum dreht es sich doch schließlich.

Bleibt zu hoffen das dieser Bericht bzw. die Checkliste als Nukleus für viele Konferenz-ODLs dient. Viel Spaß dabei, und lasst mich bitte wissen wenn Ihr ein solches ODL organisiert, okay? Regelmäßige Events dieser Art heißen übrigens “Virtuelle Open Device Labs” (siehe z.B. die Berlin Desknots) und sind neben “mobilen” und “residenten” solchen auf OpenDeviceLab.com zu finden.

Create Now – Viel Spaß mit all den Aufzeichnungen!

Auf vielfachen Wunsch haben meine Kollegen und ich in der letzten Februarwoche mal wieder Gas gegeben, und Euch die geballte Ladung Novitäten aus der Creative Cloud präsentiert. Auf diesem Weg habt Ihr zusammen mit tausenden Zuschauern gut 15 Stunden Live-Workshops verfolgt, bzw. jetzt zum bequemen nachträglichen Anschauen als Aufzeichnung an der Hand. Dazu gibt es die von uns verwendeten Demodaten zum Download, zum Nachvollziehen.

Höre ich noch jemanden klagen “Ööh, warum gibt es denn keinen Create Now Tourstopp in Deutschland, Österreich oder der Schweiz?!?”? Nein? ;oD= Here you go! Ganz ohne Anreise! Sucht Euch aus was, wann und wie oft Ihr etwas anschaut – und viel Spaß dabei!

Hier gibt es die Aufzeichnungen der drei Drittel des Web & Mobile-Tags der Workshopreihe. Großartigen Dank an meine beiden Studiogäste Simon Widjaja und Anselm Hannemann – hat wie immer jefetzt!!

Wer sich für Photoshop, Illustrator, InDesign, Premiere, Acrobat und Co interessiert, findet alle Aufzeichnungen der Create Now Workshopwoche hier.


1. Drittel: Responsive Webdesign & grafische Webinhalte

CSS/Mockup aus Photoshop(?), SVG mit Illustrator und svgo-gui erstellen, Webdesign in Edge Reflow Preview 1 und Zusammenspiel mit Edge Inspect.


2. Drittel: Interaktionsdesign, Animation & Typografie

Edge Animate, edgecommons.org, O.G.A.CH.I., Animation und Interaktion im Browser sowie Integration von Typekit und Edge Web Fonts.


3. Drittel: Remote Inspection, Lightweight Code-Editing & Hybrid-Apps

Edge Inspect, Weinre, Edge Code und PhoneGap sowie PhoneGap Build nebst Grundlagen zu Hybrid-Apps versus nativen Apps.

OpenDeviceLab.com – Wegweiser zu einer weltweiten Bewegung

Logo OpenDeviceLab.com
OpenDeviceLab.com

Open Device Labs (ODL, ODLs) sind eine Bewegung aus der Community, die Entwickler weltweit in die Lage versetzt, ihre Arbeit auf echten Geräten zu testen und damit die User Experience über die Vielzahl der heute verfügbaren internetverbundenen Geräte sicherzustellen.

Als ich mit der Zusammenstellung der ersten globalen Liste von ODLs im Web begann hatten wir gerade einmal 8 Open Device Labs – alle in Europa. Das war im Juli 2012, vor nicht mal einem halben Jahr. Vor vier Monaten habe ich gemeinsam mit einigen weiteren ODL-Enthusiasten LabUp! gegründet, um Menschen den Aufbau und den Betrieb von ODLs leichter zu machen. Und gemeinsam mit anderen begann ich, wo immer möglich, Lobby und Bewusstsein für die Idee aufzubauen.

Heute zählen wir 37 ODLs in 18 Ländern, mit über 500 für alle zugänglichen Geräten. Darüber hinaus sind bereits weitere 15 ODLs überall auf der Welt in Vorbereitung.

In den letzten zwei Monaten haben meine Mitstreiter Christian Schaefer und Anselm Hannemann gemeinsam mit mir zahllose Stunden ihrer Freizeit investiert, um die ODL Idee weiter voranzutragen, und Euch heute stolz etwas brandneues präsentieren zu können: OpenDeviceLab.com, ein auf drei Kernziele fokussierender Dienst:

  • Menschen rund um die Welt helfen, das richtige Open Device Lab für den Job zu finden
  • Die Open Device Lab Idee erklären und bewerben und die Visibilität von ODLs zu erhöhen
  • Helfer und Sponsoren zur Mithilfe und Spende an ein ODL zu motivieren.

Wenn Euch das Projekt gefällt dann helft uns bitte bei der Kommunikation des Projekts, der ODL Idee und der Wichtigkeit des Testens auf echten Devices. Setzt einen Tweet oder Post über Eure Social Networks ab, bloggt darüber, und nutzt vor allem die Comment- und Ratingfunktion und bewertet von Euch besuchte Open Device Labs über OpenDeviceLab.com.

Und solltet Ihr @derSchepp oder @helloanselm über den Weg laufen, sagt Ihnen das sie die Awesomness in Person sind und ladet sie auf ein Bier, zum Essen und zu Euch nach Hause ein. Ohne Schepp und Anselm wäre heute kein OpenDeviceLab.com am Start. (Ihr seid die Besten und ich kann Euch gar nicht genug danken!).

Dies ist also das klassische 1.0-Release von OpenDeviceLab.com. Ich bin gespannt wohin uns das führt, und was als nächstes kommt. Und wie es EUCH gefällt!? Naja, das liest man hier hoffentlich in Kürze in den Kommentaren. Aber: formuliert weise (und auf englisch), eventuell lest Ihr ja in Kürze Eure eigenen Worte auf http://opendevicelab.com/#comments… ;)=

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